Gewerbegebiet Hansestraße in Gremberghoven – Im Wandel und im Wachstum

In der Serie „Arbeitswelten“ stellen wir zehn Kölner Gewerbegebiete vor. In dieser Folge: Das Gewerbegebiet an der Hansestraße in Gremberghoven.

Das Gewerbegebiet

Größe: etwa 100 Hektar
Eröffnet: 1970er Jahre
Vertretene Branchen: Produzierendes Gewerbe, Logistik, Autohäuser, großflächiger Einzelhandel, IT-Dienstleister, Handwerksbetriebe
Verkehrsanbindung: Autobahnen 59, 559, B 8 (Frankfurter Straße), DB- und S-Bahn-Haltestelle Frankfurter Str., Buslinien 151 und 154
Das ist das Gebiet: Leerstand gibt es rund um die Hansestraße in Gremberghoven kaum, die Gewerbeflächen sind vor allem wegen der Nähe zu Flughafen und Autobahn gefragt. Als sich in den 1970er Jahren auf freiem Feld die ersten Unternehmen ansiedelten, waren produzierende Gewerbebetriebe und Logistik-Unternehmen in der Mehrzahl, die ihre Gebäude für den Eigenbedarf errichteten. Mittlerweile gibt es vier Gewerbeparks, in denen kleinere Büro- und Hallenflächen angemietet werden können. So können sich die Firmen je nach Bedarf kurzfristig vergrößern oder verkleinern.

Unternehmen im Porträt

Die Mühlen des 21. Jahrhunderts arbeiten nahezu ohne Pause und völlig ohne Windkraft. So etwa die Anlagen der „Hosokawa Micron Powders GmbH“ mit Hauptsitz in Japan, die imstande sind, Stoffe so fein zu mahlen, dass sie am Ende nur noch zehn Mikrometer (ein Mikrometer = ein Tausendstel Millimeter) messen. „Unsere Produkte bekommt der normale Kunde nicht zu kaufen“, sagt Christoph Wadenpohl, Geschäftsführer des Standorts in Gremberghoven. Zerkleinert wird zum Beispiel Titandioxid, das für weiße Farbe oder Sonnenmilch verwendet wird. Auch Kunststoffpulver für den 3-D-Druck, Bestandteile von Polierpasten oder Flammschutzmittel werden mit Hilfe von Druckluft oder schnell drehender Scheiben gemahlen.

1957 startete der deutsche Ableger der „Hosokawa Micron Powders GmbH“ an der Komödienstraße, wo anfangs noch Mühlen für Industriekunden verkauft wurden. In den 1970er Jahren zog das Unternehmen nach Gremberghoven um und wandelte sich zum Dienstleister. „Viele Firmen wollen nicht mehr selbst mahlen“, sagt Christoph Wadenpohl: „Wir sind Gewinner des Outsourcing-Trends.“ 75 Mitarbeiter gehören aktuell zur Belegschaft, „aber wir wollen weiter expandieren“, so der Geschäftsführer.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.10.2018
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